Freitag, 17. Oktober 2014

MIAMI BEACH WEEK 1

Donnerstag, der letzte Tag von den Orientation Days in New York und der erste Tag im neuem Zuhause, war einer der aufregensten seit langem. Morgens wurden die letzten Sachen in den Koffern verpackt und zum abholen bereit hingestellt und danach hatten wir zum letzten Mal Unterricht mit Jody, unsererer Leiterin. Sie ist mir unglaublich ans Herz gewachsen. Wir haben eine Menge Tipps bekommen und ich habe so viel gelacht wie lange nicht mehr. Als wir später an ihr vorbei zu den Bussen gegangen sind, die uns zu den jeweiligen Flughäfen fuhren, musste ich sie fest umarmen.
In einer unser letzten Pausen vor der Fahrt, haben sich viele von uns noch in den Garten vom Hotel begeben. Das Wetter war traumhaft, wir tankten Sonne auf den Liegen und nahmen uns Gegenseitig ein wenig die Angst von den folgenden Stunden. Um ca 15 Uhr saßen wir im Bus und es wurde langsam ernst. Ich war zum Glück noch mit einem anderen deutschen Mädchen zusammen im Terminal, fliegen musste ich aber alleine. Durchsagen an öffentlichen Plätzen sind ja meisten schon auf deutsch kaum zu verstehen aber gemixt mit meiner Aufregung verstand ich sie auf Englisch erst recht nicht. Trotzdem landete ich irgendwie im richtigen Flieger. Natürlich hatte ich einen Mittelsitz und so verbrachte ich eingequetscht zwischen 2 üppigen Männern (die mir dauernd meine Armlehnen klauten!) meine fast 3 Stunden Flug.
Der Landeanflug auf Miami Beach war atemberaubend. Schwarzes Wasser so weit das Auge reicht und dazwischen riesige Inseln mit Millionen Lichtern. So wie der Mensch nun mal ist, macht er sich Gedanken um die unnötigsten Dinge (schüttele ich meiner Hostmum zur Begrüßung die Hand oder umarme ich sie?!) aber als sie mich am Flughafen zur Kofferabholung (irgendwie kommt mein Koffer immer genau dann an, wenn auch ich am Band ankomme) und zu ihrem Auto führte, waren alle meine Sorgen unbegründet. Sie war total nett und hilfsbereit und ich war unglaublich froh endlich angekommen zu sein. Es war spät, also schliefen die Kids schon aber ich lernte noch die Großmutter kennen bevor mir mein Häuschen (hier waren definitiv IKEA Fans am Werk. Es ist echt hübsch eingerichtet) gezeigt wurde und ich erschöpft ins Bett fiel.
Am nächsten Morgen lerne ich die beiden Jungs, Skyler (7) und Phoenix (5) kennen. Sie sind unglaublich süß und klug, aber auch sehr wild und manchmal nicht leicht zu bändigen und erinnern mich stark an meine Cousins als sie noch jung waren. So beschäftigt wie die Amerikaner nun mal sind, hatten die Jungs gleich einen Arztermin und ein Playdate und ich wurde gebeten den Handyman reinzulassen, weil meine Hostmum einen unglaublich coolen Hängestuhl und Gardinen gekauft hat, die er anbauen sollte. Er war aus Guatemala und wir plauderten bisschen und er erzählte mir viel, weil er meine Hostmum schon lange kennt und die Familie sehr mag.
Bevor ich mich im neuen Zuhause richtig niederlassen konnte, gab es schon das nächste Abenteuer: Der Onkel des Freundes meiner HM ist Manager eines Hotels in Naples (eine Stadt, die ungefähr 2 Stunden von Miami Beach entfernt ist) und hat für uns alle eine Nacht ergattern können. Am Nachmittag fuhren wir alle gemeinsam hin und es war einfach nur unglaublich. Es war so, wie man es nur im Fernsehen sieht. Du gibst deinen Autoschlüssel vor dem Hotel einem Mann, der es für dich parkt, am Pool wird dir alle 5 Minuten das Wasser aufgefüllt, atemberaubende Aussicht und man hat das Gefühl, man hat es im Leben geschafft. Abends waren wir noch mit Freunden der Familie in einem französischen Restaurant und ich habe in meinem ganzen Leben noch nie eine so leckere Ente gegessen. Vor Nervosität hab ich leider nicht alles geschafft ;D


























Am Samstag haben wir in einem typischen Amerikanischen Diner Waffeln, French Toast und Pancakes gefrühstückt, waren schwimmen, hatten Mittags Meeresfrüchte und Salat gegessen und Nachmittags ging es leider schon wieder zurück.
Am nächsten Tag wurde mir "frei" gegeben damit ich mich nach all den anstrengenden Tagen etwas ausruhen und niederlassen konnte und ich habe seit langem mal wieder richtig ausgeschlafen. Ich habe einen Spaziergang in der Nachbarschaft unternommen und später wollte die Familie Tennnis spielen gehen und ich bin dann doch mitgekommen.
Am Montag sollte mir gezeigt werden wie ein normaler Arbeitstag für mich aussehen wird allerdings hatten die Jungs keine Schule. Deshalb sind wir ins JCC gefahren (eine Art Fitnesstudio mit Pool und Sporthallen) und die Jungs haben mit mir Basketball gespielt. Später hat ihr Vater sie abgeholt und ich bin das erste Mal mit meinem Auto gefahren und meine HM hat mir den Weg zur Schule und zu den Einkaufsmärkten gezeigt. Ich war ein wenig nervös, weil es andere Verkehrszeichen und -schilder gibt allerdings hat es im Endeffekt viel Spaß gemacht, denn das Auto ist echt geschmeidig und die Amerikaner fahren gar nicht soo schlimm wie mir hier immer alle sagen :D
Am Dienstag ging es also richtig los. Um 7 ging ich ins Haupthaus, machte den Jungs und mir Frühstück (sie lieben Eier und Waffeln), bereitete ihnen Lunch für die Schule vor und fuhr sie dann mit dem Auto hin. Ann-Marie hatte mir ein Rezept gegeben fürs Abendessen also fuhr ich noch einkaufen, machte die Wäsche für die Kinder und hatte dann ein paar Stunden frei. Um 3 hol ich die Jungs immer ab (das Bring und Abholsystem ist hier echt interessant. Man ist mit dem Auto in einer Schlange mit den anderen Eltern und Helfer öffnen die Türen die Kinder, schnallen sie ab und führen sie in die Schule und beim Abholen genau das gleiche. Man muss als Elterteil keinen Finger krümmen). Um 5 koche ich dann immer, um 6 essen wir und kurz darauf kommt auch die HM. Diese Familie ist echt super systematisch und strukuriert. Es gibt für alles eine Schublade und einen Zeitplan und wie ich von anderen Au Pairs gehört habe, ist das echt eine Seltenheit. Dick werde ich hier auch nicht, denn das ist wahrscheinlich die gesündeste Familie von ganz Amerika. Die Kinder lieben Gemüse und Obst und essen als Snack selten Schokolade sondern zum Beispiel Seegras.
Am Freitag hatte meine HM frei und sie hat mir etwas die Gegend gezeigt. Sie hat mich auch gefragt was ich von Hunden halte, denn sie überlegen einen zu adoptieren. Der Tag konnte nicht mehr besser werden. Oder doch? Als sie einen Arzttermin hatte, bin ich zum Strand gegangen und war das erste Mal im Meer in Miami Beach. Es war traumhaft. Das Wasser war blau und klar und der Sand fein, es waren fast keine Menschen da. Als meine Zehen das kühle Wasser berührt haben, war ich einfach nur glücklich. Eine Stunde habe ich es in der Sonne ausgehalten danach hab ich mich in den Schatten geflüchtet und habe mir eine kalte Limanade bei Starbucks gekauft. Am Abend hat mich eines der Au Pairs, mit dem ich in der letzten Woche Kontakt aufgenommen habe zu sich nach Hause zu einer kleinen Party eingeladen  und es war schön mal wieder für paar Stunden unter Gleichaltrigen und Deutschen zu sein. Morgen geh ich mit den Jungs und ihrem Vater schwimmen und am Sonntag mit einem Au Pair wieder an den Strand und die Stadt erkunden.
Bis bald!




Mittwoch, 8. Oktober 2014

Now you're in New York, these streets will make you brand new...

Heute ist mein 3. Abend in New York und ich kann irgendwie immernoch nicht realisieren, dass ich in den USA bin. Meine Reise hab ich mit Tränen begonnen, weil ich am Flughafen so gerührt war, dass alle von meinen Freunden und meiner Familie, die in der Lage waren zu kommen, mit mir zusammen am Flughafen sein konnten. Ich hatte die größte und beste Crew am Flughafen :) Wir konnten leider erst eine Stunde später als geplant losfliegen, weil über den Atlantischen Ozean ein paar starke Winde geweht haben und 16 (!!!) Passagiere aussteigen mussten, weil wir ansonsten zu schwer für diesen turbulenten Flug wären. Das war für meine Nerven nicht sehr hilfreich.... Aber ich hab ein sehr nettes Mädchen aus Lübeck kennengelernt, die neben mir im Flugzeug saß und die restliche Zeit Filme geguckt (22 Jumpstreet, X-Men und Can A Song Save Your Life), so dass der Flug recht schnell vorbei ging. Ich musste feststellen, dass Miitag essen im Flugzeug nicht so spaßig ist, wie man sich das vorstellt. Zusammengefasst kann man sagen: Die Reingungskräfte hatten später bestimmt nicht wenig zutun.

Am Flughafen in Newark, New Jersey angekommen, wurden wir von einer Frau erwartet die alle Klischees einer Schwarzen New Yorkerin entsprach, so dass wir sofort sagen konnten "Jap, wir haben es geschafft, wir sind in New York". Abgeholt wurden wir von einem schicken Bus und niemand von uns konnte behaupten jemals auf bequemeren Sitzen gesessen zu haben. Ich weiß nicht ob das daran lag, dass Flugzeugsitze einfach scheiße unbequem sind oder ob diese Sitze wirklich die bequemsten Sitze der Welt sind. Auf jeden Fall haben wir uns alle ziemich cool gefühlt als wir uns in diesen coolen, schwarzen Ledersitzen auf den Weg nach New York gemacht haben. Als wir im Hotel angekommen sind, gab es viele "Ohs" und "Ahs", denn das Hotel und die Zimmer (vorallem die Betten) sind echt ziemlich cool. Das einzige negative ist, dass die Räume, in denen wir Unterricht haben, keine Fenster haben. Es ist furchtbar anstrengend mit 80 Mädchen in einem fensterlosen Raum zu sitzen, wenn dazu noch keiner Lust hat zuzuhören und am liebsten sofort in die City fahren würde.






Im Hotel angekommen gab es für mich eine nette Überraschung. Meine Gastfamilie hat mir eine New York City Tour geschenkt!

Wir kamen am Montagabend um ca 18 Uhr an und wir waren alle so fertig und jetlagged, dass wir um ca. 21 Uhr schlafen gegangen sind. Um 6:30 Uhr wurden wir alle per Telefon von der Rezeption geweckt. Es war schrecklich. Das Essen ist ziemlich lecker, sogar ziemlich gesund gegen aller Erwartungen und auch ziemlich europäisch. Der ganze Tag ist mit Unterricht gefüllt und wir lernen nochmal wie wir uns in Notfällen verhalten sollen, welche Aktivitäten wir unternehmen können, wie verrückt Amerikaner eigentlich sind etc etc etc. Wir haben also nicht wirklich viel Freizeit und freuen uns über jeden Pause, die wir bekommen und konnten es nicht erwarten Dienstagabend endlich in die City zu fahren!






Dienstag ging es also nach NEW YORK CITY. Wir sind mit 3 Bussen losgefahren und waren alle sehr aufgeregt, deshalb herrschte im Bus eine ziemlich heitere Stimmung. Die Straßen auf den Highways sind nicht die besten und je näher wir der City kamen desto voller und unübersichtlicher wurde der Verkehr. Jeder von uns dachte "Wie sollen wir jemals in Amerika Auto fahren?!" Wir wurden allerdings beruhigt, denn in keiner anderen Stadt fährt man so Auto wie in New York City. Die Häuser wurden immer höher, die Menschen immer bunter und die Lichter greller. Immer wenn wir um eine Ecke fuhren, gab es mindestens ein leises "Ohh".




Als erstes stiegen wir beim Rockfeller Center aus. Eines der höchsten Gebäude, die man betreten kann und wir wurden nicht enttäuscht. Der Blick war atemberaubend doch ich konnte immer noch nicht realisieren wo ich war. Es sah einfach nicht real aus und ich hatte das Gefühl, dass ich auf eine Postkarte gucke, die mit Photoshop bearbeitet wurde.








Danach ging es zum Time Square wohoo!





Am Ende der Tour haben wir uns die Statue of Liberty angeschaut aber naja sie war ziemlich weit weg und klein...


Ich kann nicht warten noch mehr von Amerika zu sehen!

Freitag, 3. Oktober 2014

Wie mein Plan nach Amerika zu gehen sich in eine Seifenblase verwandelte und in der letzten Sekunde vom Zerplatzen gerettet wurde...

"Visa approved. Ihr Visum wird sich in 3-4 Tagen in Ihrem Briefkasten befinden."
Als ich diese Worte im US-Konsulat hörte, konnte ich nicht mehr aufhören zu grinsen doch wie sich herausstellen sollte, lief alles völlig anders als geplant.
Doch beginnen wir von Vorne. Am 22. September, genau 2 Wochen vor meinen Flugtermin nach New York, hatte ich meinen Termin für das Interview um mein J1-Visum zu erhalten. Ich war furchtbar nervös und hatte Angst, irgendetwas wichtiges vergessen zu haben. Ein Termin für die Beantragung des Visums kostet je nach $US-Kurs ca 128€. Ein zweiter Termin wäre nicht nur unglaublich teuer, sondern könnte ich mir auch zeitlich nicht leisten. Doch im Endeffekt war meine Nervösität unbegründet. Man durfte zwar keine Taschen, kein Handy oder ähnliches mitnehmen aber alle waren sehr nett und es ging unglaublich schnell. Ich stellte mich ungefähr eine halbe stunde vor meinem Termin in die Schlange und wurde genau pünktlich ins Gebäude gelassen. In der Schlange habe ich sogar ein Mädchen kennengelernt, das mit der gleichen Organisation wie ich, allerdings einen Monat später, in die USA einreist. Im Konsulat wurde ich wie man es beim Flughafen gewohnt ist, durchgecheckt, musste Fingerabdrücke abgeben und das "Interview" war lächerlich kurz und einfach. Nach ca 20 Minuten war ich wieder draußen und unglaublich glücklich, dass alles geklappt hat. Zumindest scheinbar...
5 Tage später, am Freitag, war im Briefkasten immer noch nichts von meinem Visum zu sehen. Ich bekam etwas Panik und fragte nach wie es bei dem Mädchen, dass ich beim Konsulat getroffen habe, aussieht. Als sie antwortete, dass sie es schon seit Mittwoch hat, wurde meine Panik noch ein kleinen bisschen größer.
Am Samstag hatte ich keine Zeit mir weitere Gedanken, denn alle meine Freunde und meine Familie kamen um mit mir eine kleine Abschiedsparty zu feiern. Wir haben gegrillt, die letzen Sonnenstrahlen des Sommers genossen, Abends ein Lagerfeuer gemacht und sogar meinen größten Wunsch erfüllt: Im Dunkeln verstecken spielen! Es war ein toller Tag, auch oder weil, es sich nicht wie ein Abschied angefühlt hat.


















Als am Montag immer noch nichts von meinem Visum zu sehen war, rief ich in der Botschaft an um nachzufragen. Der erste Anruf von den ungefähr 498572364 Folgenden. Die nette Frau am Telefon sagte, dass es normal ist, dass es manchmal erst nach einer Woche ankommt und ich müsste mich gedulden. Hm.
Ein Tag später. Noch 6 Tage bis zum Abflug. Diesmal eine andere Frau am Apparat. Doch genauso wie die erste, konnte auch sie mir keine genaue Auskunft geben, doch sie bestätigte, dass das ziemlich merkwürdig ist. Sie leitete das Problem per E-Mail an die Hauptzentrale weiter und versprach mir, dass sie sich so schnell wie möglich mit weiteren Information bei mir melden würden. Nun war es Mittwoch. Keine E-Mail. Keine weiteren Informationen. Keine Hilfe bei weiteren Anrufen. Warten. Warten. Warten.
Der letze Tag, an dem ich mein Visum bekommen könnte, wäre Morgen, also Donnerstag. Am Freitag war Tag der Deutschen Einheit und am Wochenende arbeitet die Botschaft nicht.
Mein Visum wurde noch nicht losgeschickt. Meine Hoffnungen, dass ich es noch vor Montag bekommen würde, sanken auf null. Ich war lange nicht mehr so deprimiert gewesen.
Als ich am Mittwochabend zum 93284754319237 Mal meine E-Mail Postfach kontrollierte, machte mein Herz einen Sprung: Ein E-Mail vom Konsulat. In der E-Mail wurde mir mitgeteilt, wie ich mir schon gedacht habe, dass sie mein Visum noch nicht drucken konnten und, dass sie es VIELLEICHT morgen machen könnten (was bedeuten würde, es würde vor Montag nicht ankommen). Doch der 2. Teil der Mail sagte: Sie können es vielleicht persönlich in der Botschaft in Berlin abholen. Ich wusste nicht wie ich darauf reagieren sollte. Ich war furchbar sauer, dass die Botschaft es vermasselt hat mir das Visum rechtzeitig zu schicken, voller Hoffnung, weil ich es vielleicht Morgen abholen könnte, voller Bangen, weil ich keine Ahnung hatte was in diesem Fall vielleicht heißt und zum Teufel keine Ahnung hatte wie ich so spontan nach Berlin kommen kann. Und was für ein Wunder: Als ich in der Botschaft anrief, konnte mir wieder keiner Infos geben ob ich nun Morgen nach Berlin fahren soll oder nicht. So ein Zugticket nach Berlin kostet von Hamburg aus hin und zurück so spontan mal eben 150€, was ich nicht einfach rumliegen habe. Mir wurde gesagt, dass ich eine E-Mail mit weiteren Infos bekomme, doch was das bedeutet, wusste ich ja schon.
Morgen nach Berlin zu fahren war meine letzte Möglichkeit. Und wie der Zufall das wollte, kam mein Bruder nachhause und berichtete, dass er sich für die nächsten Tage frei genommen hatte. Er bot sofort an mich morgen früh mit seinem Auto nach Berlin zu fahren (♥). Um 4:30 Uhr Morgens klingelte der Wecker und eine halbe Stunde später saßen wir im Auto Richtung Beeerliiin.
Um halb 9 kamen wir an.
Sofort rief ich in der Botschaft an, mir konnten keine Infos gegeben werden (das kenn wir ja schon) und es hieß wieder warten. Um 10 Uhr bekam ich eine E-Mail. Ich wurde freundlicherweise darauf hingewiesen, dass man sein Visum sowieso erst um 14:30 Uhr abholen kann. Das hätte man nicht früher sagen können??!! Wir hatten also ein paar Stunden totzuschlagen und nutzen die Zeit um uns die schönsten Plätze in Berlin anzuschauen. Da ich immernoch in Ungewissheit lebte, konnte ich dies allerdings erstmal nicht genießen. Um 11 kam dann endlich der erlösende Anruf: Frau Wrobel, Sie können Ihr Visum abholen. Ich hab vor Glück geschrien.
Außer den Angestellten, den Wachmännern und mir befand sich keine weitere Person in der Botschaft, was es fast schon gruselig machte. Um 14:50 stieg ich grinsend in das Auto meines Bruders und ich konnte mich mit meinem Visum in der Hand seit Tagen wieder einmal richtig Entspannen...

...Bis der nächste Stress wieder losgeht :D
Bis bald, K.